Von daher konnten wir die Zeit intensiv für den Austausch mit Partnern, Kunden, Marktbegleitern und Dienstleistern der Branche nutzen. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich: Der Markt wünscht sich eine stärkere Standardisierung in der praktischen Umsetzung von Open-Access-Prozessen. Zwar existiert mit S/PRI bereits ein wichtiger Standard – trotzdem zeigt sich in der Praxis, dass Integrationsprojekte stark individuell bleiben, viele Detailfragen bilateral abgestimmt werden müssen und Interpretationsspielräume zu mehr Projektaufwand führen. Zudem unterscheiden sich Geschäftsprozesse und Datenmodelle weiterhin stark.
Der Wunsch nach klareren Best Practices und weniger Projektaufwand war nicht zu überhören. Vor allem Plattformanbieter, Netzbetreiber und Dienstleister sind gefordert: Es gilt bestehende Standards konkreter auszulegen, wiederkehrende Vorgehensweisen zu etablieren und individuelle Projektanteile zu reduzieren. Das Ziel ist klar: Die Hürden für Open-Access-Kooperationen müssen weiter sinken.
Des Weiteren wurde eine Frage auf der Messe diskutiert, die auch wir sehr spannend für die Zukunft des Glasfasermarktes finden: Werden vertriebsstarke neue Internet-Service-Provider in den Markt eintreten und den Endkunden attraktive Bundle-Angebote unterbreiten? Genau das kann aus unserer Sicht Auslastung in die Netze bringen.